Mehrfachbeauftragung: Auftaktkolloquium

Am 9. März 2018 hat im Rahmen des Projekts „Wohnen selbstbestimmt“ ein Auftaktkolloquium anlässlich einer Mehrfachbeauftragung mit vier Architekturbüros – 3pass Architekten, Güldenberg Architektur, schultearchitekten sowie HWR | Ramsfjell Architekten – in Dortmund stattgefunden.

Die Architekten sollen ein Wohnkonzept entwickeln, in dem Menschen mit Behinderungen und einem hohen Unterstützungsbedarf selbstbestimmt und inklusiv in eigenen Wohnungen in einem Gebäude und in Nachbarschaft mit Menschen ohne Behinderungen leben können. An Hand eines modellhaften Wohnkonzeptes sollen die Anforderungen geprüft und bezogen auf die Kosten pro Quadratmeter bewertet werden.
Gemeinsam haben die Projektpartner (Bethel.regional, Lebenshilfe NRW und Institut für Gesundheitsökonomie der Uniklinik Köln) und das Architekturbüro post welters + partner, das die Mehrfachbeauftragung betreut, Wohnungsbauprojekte der Teilnehmer, die den Anforderungen der jeweiligen zu untersuchenden Modelle entsprechen, als Referenzprojekte ausgewählt.

Ein Modell sieht dabei beispielsweise vor, dass in einer größeren Wohnanlage mit ca. 60 Wohnungen acht Wohnungen für Menschen mit Behinderungen geplant werden sollen. Die Wohnungen sollen eingestreut in der ganzen Wohnanlage verteilt liegen. Eine Wohnung ist als Wohnung für zwei Personen einzuplanen. Zusätzlich sind ein Dienstzimmer und ein Raum für Begegnungen im Quartier einzuplanen.

Darüber hinaus gibt es drei weitere Modelle/Wohnkonzepte, die von den vier Architekturbüros bearbeitet werden. Für alle Modelle ist ein Wohnungsmix von 50% Wohnungen für Rollstuhlnutzer und davon eine Wohnung für besonderen Pflegebedarf vorzusehen.

Am 22. März werden die Beauftragten im Rahmen eines Zwischenkolloquiums erste Rechercheergebnisse und Projektskizzen vorstellen.